Folgende filmpraktische Workshops werden von Alexander Frank, wenn zeitlich möglich, angeboten. Alle Angebote haben sich aus der Score Filmwerkstatt an der Universität Zürich entwickelt und können nun auf Anfrage auch extern gebucht werden.
TECHNIKEN DER REGIEARBEIT: SCHAUSPIELFÜHRUNG
Die Arbeit
mit Schauspielern ist kein Mysterium.
Sie kann durch grundlegende Prinzipien
und Werkzeuge, zum Beispiel durch
das Wissen über Schauspieltechniken,
zu einem wichtigen kreativen und
präzisen Aspekt in der Probenphase
und beim Drehen werden.
Im Rahmen des
Seminars schlüpfen wir in
die Rollen des Regisseurs und
der Schauspieler und untersuchen,
wie eine klare, offene und kreative
Schauspielführung aussehen
kann. Wie baut man eine positive
Zusammenarbeit auf? Wie spreche
ich mit Schauspielern? Was ist
eine „ergebnisorientierte
Regieanweisung“ –
und wie vermeide ich sie? Wie
gehe ich mit schlechtem Spiel
um? Wie kann man mit Improvisation
und Schauspieltraining die Kreativität
des Schauspielers befreien?
Diese Regie-Werkstatt
setzt sich aus zwei Komponenten
zusammen: zum einen wird im Rahmen
von Vorlesungsabschnitten Wissen
theoretisch vermittelt, zum anderen
wird in einem Workshop-Setting
anhand von Inszenierungsübungen
und Szenen geprobt. Am dritten
Tag erprobt jede/r TeilnehmerIn
mit Schauspielern die erlernten
Techniken an einer Szene.
Die Werkstatt
eignet sich besonders für
Regisseure, die offen mit ihren
Schauspielern arbeiten wollen
und die im Umgang mit Schauspielern
mehr Sicherheit finden möchten.
Fokus ist die Arbeit des Regisseurs
beim Film (egal ob szenischer
Film, Werbung oder Musikvideo),
doch die Techniken lassen sich
ebenso auf den Probenprozess am
Theater anwenden.
Inhalt:
Die
Arbeit des Regisseurs
Grundlagen
der Schauspielausbildung
Wie
Schauspieler arbeiten
Drehbuchanalyse
& Rolleninterpretation
Probenarbeit
planen
Offene
Kommunikation mit Schauspielern
Improvisation
und WarmUp Übungen
Demonstration
von Probentechniken
10
Minuten Probe einer Szene
Zu dieser Werkstatt
werden neben den TeilnehmerInnen
auch Beobachter zugelassen. Diese
sind im gesamten Ablauf präsent,
inszenieren am letzten Tag allerdings
selbst keine Szene mit den Schauspielern.
Im Rahmen des Workshops erhalten die TeilnehmerInnen eine umfassende Einführung in die Tätigkeit der Regieassistenz bei Film- und Fernsehproduktionen.
Vom ersten Lesen eines Drehbuches über notwenige Drehbucheinrichtungen, Drehbuchauszüge, Drehplanerstellung bis hin zu Arbeitstechniken am Motiv (Hintergrundregie, Kommunikation, Tagesdisposition, Teamleitung) können sich die TeilnehmerInnen mit allen Arbeitsphasen während einer Produktion bekannt machen. Anhand konkreter Übungen und Filmanalysen werden wichtige Techniken und Prinzipien der Arbeit erlernt und vertieft.
Script/Continuity
für Film- und Fernsehproduktionen
In den Anfängen
hießen sie »Ateliersekretärin«
oder »Scriptgirl« —
gemeint waren jene Frauen, die meist
im Schatten ihrer Regisseure standen,
um Inhalt und Ablauf der gedrehten
Szenen zu protokollieren. Heute
hat sich das Bild verändert:
Nicht nur, dass inzwischen auch
Männer diese Tätigkeit
ausüben; die speziellen Anforderungen
an den eigenständigen Beruf
Script/Continuity sind größer
geworden.
Die beiden zentralen
Aufgabenfelder des S/C sind zum
einen die Unterstützung des
Regisseurs, indem Anschlüsse
überwacht (Continuity) oder
Dialoghilfen für die Darsteller
gegeben werden. Zum anderen unterstützt
der S/C die Produktionsleitung,
in dem er alle künstlerischen,
technischen und administrativen
Vorgänge auf dem Set in verschiedenen
Berichten schriftlich festhält
(Script).
Dieses intensive
Seminar ist nicht nur für
angehende Script/Continuities,
sondern auch für angehende
Regisseuren und Produktionsassistenten
geeignet, da wichtige Zusammenhänge
am Set erläutert und über
die Tätigkeit des S/Cs in
ihrem Zusammenhang deutlich gemacht
werden.